Aus dem Englischen von Dirk Höfer. Im Rückgriff auf die Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts, insbesondere auf Alexander Bogdanov und Andrej Platonow, versucht McKenzie Wark in diesem radikalen Großessay die Grundlegung einer Theorie für das Anthropozän. Er fordert dabei einen alternativen - und keinen spekulativen - Realismus. Einen Realismus, der für plurale, sich mit anderen Geschichten befassende Narrative offen ist. Im Schatten der Kohlenstoffbefreiungsfront ruft er dazu auf, eine neue Poetik und Technik zur Wissensorganisation zu erschaffen, und wagt es, die Misere unserer Zeit neu zu denken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2017
Die im Untertitel großspurig angekündigte "Theorie für das Anthropozän" hat Rezensent Christian Schwägerl bei McKenzie Wark nicht entdeckt. Einleitung und Schlusskapitel, die sich immerhin mit der Idee des Anthropozän beschäftigen, erscheinen dem Kritiker irgendwie angeklatscht. Und die beide Hauptteile des Buches, die sich einerseits mit der russischen Vorgeschichte des Anthropozän-Gedankens, etwa bei Waldimir Wernadsky oder im Transhumanismus von Nikolaj Fedorov und Konstantin Ziolkowski auseinandersetzen, andererseits die technowissenschaftlichen Arbeiten von Donna Haraway und die Schriften des Science-Fiction-Autors Kim Stanley Robinson untersuchen, wirken auf Schwägerl ziemlich "unstrukturiert" und "selbstgefällig". Und wenn der Autor die Idee des Anthropozän für die geologische "Popkultur" einsetzt, kann der Rezensent nur noch von "intellektuellem Budenzauber" sprechen.
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