Hrsg. v. Joachim-Felix Leonhardt, Hans-Werner Ludwig, Dietrich Schwarze, Erich Straßner.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.12.2001
Die schlechte Nachricht über das "Handbuch", die uns Rezensent "B.D." mitzuteilen hat, hat entschieden mehr Gewicht als die gute. Er hält das Unternehmen nämlich schlicht für ein "akademisches Grab", und das nicht bloß des Umfangs und des Preises wegen: "In gestelztem Wissenschaftsdeutsch beweist es ... eine für jedes Interesse tödliche Definitionsgewalt." Bloß, "um dann diesen komplexen Gegenstand nach bewährtem Schema aufzufächern: Printmedien, Film, Hörfunk, Fernsehen." Dass auch die Ergebnisse, die die Autoren - "in beeindruckender Fülle, gewiss" - zu bieten haben, nur diejenigen einer Medienwissenschaft sind, die, wie der Rezensent anmerkt, in den 70ern ihre "disziplinäre Identität" gefunden hat, macht die Sache nicht besser. Zum "wunderbaren Lesebuch", dies die gute Nachricht, werden die beiden Teilbände für "B.D." einzig in den Fallstudien zur Kartographie, zur "Projektionskunst" oder zur "Kunstkopf- Stereophonie". Für insgesamt fast 2000 Seiten beileibe nicht viel.
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