Einband und farbige Illustrationen von Meike Haberstock. Anton ist sechs Jahre alt, geht in die erste Klasse und hat Zeit. Ganz anders als seine Mama, die meist drei Dinge gleichzeitig tut. Wieso haben Erwachsene eigentlich nie Zeit und Kinder immer? Und warum kann man Zeit nicht zusammenzählen wie Murmeln? Warum rast die Kunststunde schnell wie ein Rennwagen vorbei, und die Mathestunde zieht sich zäh hin wie ein Kaugummi? Anton versucht, dem großen Zeiträtsel auf die Spur zu kommen. Zum Glück helfen ihm ein Über-dem-Gürtel-Tier, ein ohmächtiges Mammut und ein busfahrendes Chamäleon dabei, und Anton findet nach vielen Umwegen eine einfache und absolut verblüffende Lösung!
Oje, Kinder und Zeit, ein schwieriges Thema, weiß Swantje Karich. Mit Meike Haberstock und ihrem Kinderbuch wird sie auch daran erinnert, wieso. Der kleine Held bei Haberstock nämlich funktioniert noch nicht so, wie die Mutter mit der Stechuhr es gerne hätte. Der eingangs geschilderte kindliche Zustand der schönen Zeitlosigkeit, warnt Karich, ist allerdings dem Untergang geweiht. Für Karich erfrischend realistisch und zugleich ein bisschen anstrengend, da das Kind im Buch der Rezensentin einfach zu wenig rebellisch ist, um den Leser durchweg leicht zu unterhalten.
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