Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.02.2003
Informativ ist es auf jeden Fall, dieses Lexikon zur deutschen Nachkriegsgeschichte bis zur Wiedervereinigung, auch wenn es nach Meinung des Rezensenten Günter Buchstab im Detail einiges zu beanstanden Gibt: zum Beispiel das fehlende Register und die nicht besonders aktuellen Literaturhinweise. Die Artikel über die Parteien weisen nach Meinung des Rezensenten einige ungleiche Gewichtungen auf, und bei den Stichworten überrascht es ihn, dass er zur Anti-Baby-Pille einen Eintrag findet, während Demographie oder Privatisierung nicht vorkommen. Auch entdeckt er eine paar sachliche Fehler. Im großen und ganzen, auch wenn Buchstabs Rezension sich teilweise wie eine Mängelliste liest, scheint er mit dem Nachschlagewerk recht zufrieden zu sein: Wer sich über die alte Bundesrepublik informieren will, so Buchstab, "findet in dem Lexikon mit rund 1600 Stichworten und 36 Übersichtsartikeln von 91 Beiträgern ein reichhaltiges Angebot".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.01.2003
Die Bandbreite des Lexikons reicht von Kapitulation bis zur Wiedervereinigung und umfasst 1600 Stichwörter von 1945 bis 1990. Stichworte aus der DDR und BRD wie "Held der Arbeit" "Hausbesetzungen" oder "Heimatvertriebene" sind mitberücksichtigt, erläutert der Rezensent mit dem Kürzel "cjos" in seiner Kurzkritik. Das Nachschlagewerk befasse sich nicht nur mit der Nachkriegszeit, sondern auch mit der deutschen Gegenwart. Nicht nur Stichwörter auch längere Beiträge finden sich hier. Der Rezensent nennt die Texte von Hans-Ulrich Wehler über die "Sonderwegsdebatte" oder von Walter Heering zur "Sozialen Marktwirtschaft". Mit diesem Lexikon spiegelt sich der Trend zur "Historisierung der Nachkriegszeit" wieder, urteilt "cjos".
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