Michael Connelly

Wüstenstern

Ein Fall für Renée Ballard und Harry Bosch
Cover: Wüstenstern
Kampa Verlag, Zürich 2024
ISBN 9783311125754
Gebunden, 416 Seiten, 23,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sepp Leeb. Ein Jahr ist vergangen, seit Detective Renée Ballard den Dienst quittiert und die Late Show verlassen hat. Nun holt niemand Geringerer als der Polizeichef persönlich sie zurück zum LAPD - als Leiterin der neuen Einheit OffenUngelöst. Der Druck auf Ballard ist groß: Der Stadtrat, dem sie die Finanzierung der Abteilung zu verdanken hat, will Ergebnisse sehen. Seine Schwester wurde ermordet, der Fall nie geklärt. In Ballards Team aus Reservisten und Ehrenamtlichen darf einer nicht fehlen: Harry Bosch. Viel ist es nicht, womit Ballard ihren einstigen Kollegen locken kann: keine Waffe, keine Dienstmarke, aber ein eigener Schreibtisch - und stapelweise Akten. Doch Bosch verfolgt ohnehin seine eigenen Ziele. Zwar hat er in seiner dreißigjährigen Karriere mehr Morde aufgeklärt als die meisten anderen, aber ein cold case lässt ihn auch nach seiner Pensionierung nicht los: Finbar McShane hat eine vierköpfige Familie ausgelöscht und die Leichen in der Mojave-Wüste verscharrt - was Bosch ihm aber nie beweisen konnte. Als Mitglied der neuen Abteilung für ungelöste Fälle, mit den Ressourcen des LAPD im Rücken und Renée Ballard an seiner Seite, will Bosch den Mörder endlich überführen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 09.09.2024

Rezensentin Sylvia Staude scheint sich wohl zu fühlen in Michael Connellys neuem Buch, das gleich zwei Ermittlerfiguren des Krimiautoren aus dem Ruhestand zurückholt. Die Polizistin Renée Ballard, die den Dienst an den Nagel gehängt hatte, wird, lesen wir, Leiterin einer Sonderkommission der LAPD für ungelöste Fälle, ihr bereits verrenteter Kollege Hieronymus Bosch - langjähriger Serienheld Connellys - hilft ihr dabei. Ganz besonders interessiert sich Bosch für den Tod einer Familie, den er seinerzeit nicht aufklären konnte, heißt es weiter. Connellys Stärke liegt auch weiterhin, so Staude, in der Beschreibung akribischer Polizeiarbeit, die der Autor gerade auch in ihrer Alltäglichkeit spannend zu gestalten weiß. Das Buch liest sich, meint die Connellys geradlinigen Stil schätzende Rezensentin, wie ein Abschied von den Figuren - und doch steht eine Fortführung des Bosch-Ballard-Universums bereits in den Startlöchern.

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