Michael Frayn

Willkommen auf Skios

Roman
Cover: Willkommen auf Skios
Carl Hanser Verlag, München 2012
ISBN 9783446239760
Gebunden, 288 Seiten, 17,90 EUR

Klappentext

Auf einer Ferieninsel in Griechenland bereiten sich die Gäste einer amerikanischen Stiftung auf die Ankunft des diesjährigen Gastredners vor. Dr. Norman Wilfred, Autorität auf dem Gebiet der Szientometrie, erweist sich als erstaunlich jung und gutaussehend und ist alles andere als ein verknöcherter Gelehrter. Das findet insbesondere Nikki, die attraktive rechte Hand von Mrs. Toppler, der Mäzenin. Als Nikkis leichtsinnige Freundin Georgie auf einem anderen Teil der Insel auf einen kahlen, missmutigen und orientierungslosen Mann namens Dr. Norman Wilfred trifft, bricht der nackte Wahnsinn aus...

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 25.08.2012

Einen "Mordsspaß" hatte Rezensent Christoph Schröder bei diesem auf der fiktiven griechischen Insel Skios angesiedelten, vielfältig verworrenen Ränke- und Rollenspiel, dessen Stränge Michael Frayn, wie Schröder respektvoll anerkennt, souverän in Händen führt. Über die "prächtigen Pointen" dieser "bissigen Satire", die Einblick in die Selbstvermarktungsstrategien eines akademischen Blenders gestattet und dabei "Korrumpierbarkeit und Manipulierbarkeit von Menschen" vorführt, amüsiert sich Schröder königlich. Zudem dankt er es dem Autor explizit, trotz Griechenland-Bezug "glücklicherweise kein Wort" über Finanz- und Eurokrise zu verlieren. Frayn, so der Rezensent, gehe es um allgemeineres der conditio humana: Skio, so sein Schlusswort, sei überall.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 02.08.2012

Ein satirischer Roman, der in Griechenland spielt und nichts mit Schulden und dem Euro zu tun hat - Susanne Mayer ist angenehm überrascht von Michael Frayns "Willkommen auf Skios". Stattdessen geht es im neuen Werk des britischen Autors, der im nächsten Sommer 80 wird und bereits über 30 Dramen und zehn Romane geschrieben hat, wie die Rezensentin weiß, um eine Verwechslungsgeschichte: zwei Herren und zwei Koffer werden vertauscht, wodurch der Betrieb auf der fiktiven Ägäis-Insel Skios gehörig durcheinander gerät. Die Rezensentin schwärmt von diesem "irren, wilden Vergnügen" und wundert sich angesichts der Rolle, die Frayn den Amerikanern in diesem Schlamassel zugedacht hat, nicht sonderlich über die reservierte Rezeption des Romans in den amerikanischen Medien. Anette Grube bekommt von der Rezensentin bescheinigt, den Text "stil- und pointensicher übersetzt" zu haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2012

Mit Michael Frayns neuem Roman "Willkommen auf Skios" kann Rezensentin Felicitas von Lovenberg eine wunderbar amüsante Sommerlektüre empfehlen. Frayn, der zuletzt mit politisch aktuellen Stücken von sich Reden machte, stelle hier einmal mehr unter Beweis, dass er zu den "feinsinnig-komischsten" Schriftstellern Englands gehöre, berichtet die Kritikerin, die sich hier zwischen Wissenschaftlern und Hochstaplern bei einem Kongress zum Thema "Szientometrie" auf der griechischen Insel Skios vergnügt. Lovenberg begleitet einen britischen "Hallodri" namens Oliver Fox, der, nachdem er auf dem Flughafen spontan auf die Frau mit dem Schild "Dr. Norman Wilfried" zugegangen ist, das leichtgläubige Publikum nun mit improvisierten Vorträgen an der Nase herumführt. Mit ebenso viel Lust am Detail und an Slapstick-Einlagen schildere Frayn derweil die Erlebnisse des echten Dr. Wilfried, der beginnt, nicht nur die Anonymität, sondern auch die irdischen den wissenschaftlichen Genüssen vorzuziehen. Wer die Regeln der Plausibilität für einen Moment vergisst, wird von diesem "schwerelosen Sommernachtstraum-Kartenhaus" bestens unterhalten werden, glaubt die Kritikerin. 
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