Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2003
Mit siebszehn Beiträgen deutscher und amerikanischer Wissenschaftler versucht dieser von Michael H. Kater und Albrecht Riethmüller herausgegebene Sammelband die Musik im und unter dem Nationalsozialismus näher zu beleuchten. Als Ausgangspunkt diente dabei, so der Rezensent Sebastian Werr, "Hitlers Wagner-Begeisterung". So versuche beispielsweise Hans Rudolf Vaget den "Wagner-Diskurs als einen 'geistigen Raum' zu deuten", andere Artikel thematisieren die privilegierte Wagner-Forschung zwischen 1933 und 1945 oder so namhafte wie erfolgreiche Komponisten wie Hans Pfitzner. Von letzteren habe es übrigens nicht allzu viele gegeben, erklärt uns der Rezensent, da "Komponisten von Format" den fast vorgeschriebenen "Rückgriff auf das musikalische Vokabular des 19. Jahrhunderts" vermeiden wollten.
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