Suhrkamp Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783518475270 Kartoniert, 328 Seiten, 17,00
EUR
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Stefan Lux. Herausgegeben von Thomas Wörtche. Der brillante, junge Ari Falk leitet eine CIA-Abteilung in Riga. Die Weltlage ist 2021 angespannt. Die belarusische Luftwaffe hat gerade einen türkischen Linienflug von Ankara nach Riga nach Minsk umgeleitet. An Bord ein von Falk angeworbener russlandkritischer Blogger. Kurz danach wird die CIA-Station in Riga angegriffen, Falks Mitarbeiter kommen ums Leben, er kann in letzter Sekunde fliehen.In Los Angeles erfährt Maya Chou, die Tochter eines russisch-amerikanischen Multimilliardärs, vom Selbstmord ihres Vaters. In seinem Testament hinterlässt er ihr ein kleines Haus an der portugiesischen Küste. Aber seine Milliarden sind spurlos verschwunden. Auf den Spuren ihres Vaters reist Maya nach Tanger, wo sie ins Visier eines Killers gerät. Auch Ari Falk taucht dort auf. Zusammen jagen Maya und Ari quer durch Europa bis nach Moskau. Sie müssen erkennen, dass die postsowjetische Zeiten und ihre Konflikte noch lange nicht zu Ende sind. Im skrupellosen Spiel um Geld, Gier und Macht übersehen sie einen viel wichtigeren Faktor: Liebe.
Einen tollen und vor allem sehr zeitgemäßen Spionageroman legt Michael Idov Rezensentin Sonja Hartl zufolge vor. Die Handlung dreht sich um einen CIA-Agenten, der einen russlandkritischen Blogger retten will, was misslingt, aufgrund einer Verschwörung, die weite Kreise zieht. Mehr möchte Hartl gar nicht verraten vom Plot - stattdessen weist sie darauf hin, dass wir es hier mit einem der eher wenigen aktuellen Spionageromane zu tun haben, die gleichzeitig spannend und politisch auf der Höhe der Zeit sind. Man merkt bei der Lektüre, wie sich die Welt seit dem Ende des Kalten Kriegs und insbesondere auch in den letzten paar Jahren verändert hat. Außerdem freut sich Hartl, dass mit dem Baltikum und der Türkei Regionen auftauchen, die von der Spionageliteratur zuletzt oft vernachlässigt wurden. Also eine runde Sache, so das Fazit.
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