Ein Sachbuch über das Leben eines Sinti-Mädchens, das der "Rassenforscherin" Eva Justin als Studienobjekt diente und durch ungewöhnliche Umstände der "Endlösung der Zigeunerfrage" entging. Eine Ohrfeige rettete ihr das Leben...
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.10.2001
Die Verfolgung der Sinti und Roma ist in der Jugendliteratur bisher kaum thematisiert worden, weiß Eilsabeth Bauschmid. Michael Krausnick, ein erfahrener Jugendbuchautor und überdies ein Experte dieses Themas, so die Rezensentin, hat einen Roman über das Mädchen Angela Reinhardt geschrieben, das 1943/44 von der "Rassenforscherin" Eva Justin (die nach dem Krieg für die Stadt Frankfurt als Jugendpsychologin arbeitete) Tests für deren Doktorarbeit unterzogen worden und danach nur knapp dem Tod in Auschwitz entkommen ist, berichtet Bauschmid. Der literarische Report ist dem Autor gelungen, lobt die Rezensentin. Er halte die Balance zwischen wichtigen Informationen und literarischem Erzählen, zwischen nüchternem Bericht und Mitleid und Empörung. Und, das findet Bauschmid besonders ausgezeichnet, er lässt Raum, sich in das Mädchen hineinzuversetzen, ohne mit Betroffenheitskommentaren die Entwicklung eigener Gefühle des Lesers vorwegzunehmen.
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