Aus dem Englischen von Klaus Fritz. Illustriert von Francois Place. Wir schreiben das Jahr 1914 und in Europa gehen die Lichter aus. Das Pferd Joey muss den heimatlichen Hof und Albert, den jungen Sohn des Bauern, verlassen. Denn es wird an die Armee verkauft und gerät gemeinsam mit seinem Offizier mitten in die Kriegshandlungen an der Westfront. Joey wird Zeuge der grausamen Kämpfe und doch findet er inmitten all der Trostlosigkeit auch Wärme, Hoffnung und Mitmenschlichkeit, sei es von französischer, englischer oder auch deutscher Seite. Aber Joey will nur zurück nach England, zurück zu seinem beschaulichen Leben auf dem Bauernhof und zurück zu Albert. Ob er ihn je wieder sehen wird? Ob dieser schreckliche Krieg für ihn ein gutes Ende nimmt?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 24.11.2004
Das seltene Exemplar eines Jugendbuchverrisses haben wir Monika Klutzny zu verdanken, die kein gutes Haar an Michael Morpurgos Pferdegeschichte lässt. Der schöne, kluge und rassige Joey erzählt darin mit "menschlichem Gefühl und Verstand" aus seinem turbulenten, tragischen Leben zu Zeiten des Ersten Weltkriegs und genau da liegt für die Kritikerin der Hase im Pfeffer. Denn Joey ist nun mal ein Pferd und Morpurgos Vermenschlichung macht die Chose nicht glaubwürdiger. Der Autor zupfe an "irgendeiner sentimentalen Saite der Leser, die immer dann anklingt, wenn es um das Leid der geschundenen Kreatur geht". Monika Klutzny will sich aber partout nichts vom Pferd erzählen lassen und wir ahnen, warum.
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