Rom hält den Atem an: Während der Senatssitzung am 15. März 44 v. Chr. ist Gaius Julius Caeser unter den Dolchen der Verschwörer fällt - tödlich verwundet durch mindestens 23 Stiche. Wie konnte es so weit kommen? Wer waren die Täter? Welche Motive trieben sie an? Als historischer Ermittler untersucht Michael Sommer den berühmtesten Mordfall der Weltgeschichte und präsentiert seine Ergebnisse - eine packende Geschichte, die sich wie ein Kriminalroman auf den unvermeidlichen Höhepunkt hin zuspitzt. Das Attentat mag Caesar unerwartet getroffen haben, doch aus heiterem Himmel kam es nicht. Im Stillen hatte sich seit längerer Zeit eine Gruppe aus alten Gegnern und enttäuschten Anhängern formiert, die ihm nach dem Leben trachteten. Nach seiner Ausrufung zum Diktator auf Lebenszeit am 15. Februar 44 v. Chr. begann sich das Netz einer Verschwörung zu spinnen, die sich auf den unvermeidlichen blutigen Höhepunkt an den Iden des März hin zuspitzen sollte. Auf Grundlage der reichen antiken Quellen schildert Michael Sommer die Geschehnisse aus den verschiedenen Perspektiven einer Vielzahl beteiligter Akteure. Mit detektivischer Genauigkeit legt er dabei die teils sehr unterschiedlichen Motive der Caesarmörder offen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 15.10.2024
Rezensent Wilhelm von Sternburg liest sich gern durch Michael Sommers Buch, das dem Tod Cäsars gewidmet ist. Der Titelheld wird als ein durchaus mutiger und risikobereiter Mann beschrieben, erläutert Sternburg, bloße Heldenverehrung hat Sommer jedoch nicht im Sinn, er kommt durchaus auch auf die Grausamkeiten zu sprechen, die Cäsar verübt. Sommer zeichnet nach, wie sich Cäsar auf dem Weg an die Macht immer wieder neu erfinden musste, heißt es weiter. Das alles ist hochspannend geschrieben und gleichzeitig wissenschaftlich valide, freut sich der Rezensent, dem besonders gefällt, dass Sommer seine Ausführungen geschickt mit den Texten antiker Historiker verknüpft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 27.09.2024
Dem Rezensenten Clemens Klünemann gefällt Michael Sommer als Historiker wie als Ermittler. Wie ein Kriminalist nähert sich der Autor laut Klünemann dem berühmtesten Mord der Geschichte und schaut auf Biografien und Strukturen. Welche Bedingungen im alten Rom führten zum Tyrannenmord? Die Frage beantwortet Sommer laut Rezensent, indem er die Geschichte der römischen Republik nacherzählt, von den Anfängen bis zu ihrem Ende, aber auch, indem er über gekränkte Ehre spricht und die Motive der Tat. Schließlich widmet sich das Buch noch der Frage, warum es nicht gelang, Gewinn aus dem Mord zu ziehen. Das alles findet Klünemann spannend und wissenswert.
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