Mit 8 Fototafeln. Das Glamourpaar der wilden Zwanziger. Er gab einer Epoche ihren Namen. Sie war die Hauptfigur in all seinen Romanen. Zusammen waren sie das Traumpaar der Jazz-Ära und der lost generation: Erfolgsautor F. Scott Fitzgerald und seine Frau Zelda forderten das Leben heraus, suchten das Glück und endeten in Verzweiflung. Reich und erfolgreich, berüchtigt für ihre verrückten Kapriolen und ihren exzessiven Alkoholgenuss in New York, Paris und an der französischen Riviera waren sie das Idol einer Generation. Doch die Schönen wurden zu Verdammten: exaltierter Lebenswandel, Schaffenskrisen und psychische Probleme führten zum Absturz. Der Mythos aber lebt Michaela Karl zeichnet in dieser Biografie das faszinierende Bild einer Epoche und zweier Menschen, deren Leben Literatur wurde. Die Gäste werden gebeten, auf der Suche nach Alkohol keine Türen zu zerschmettern, selbst wenn der Gastgeber oder die Gastgeberin ihnen die Erlaubnis dazu gegeben hat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.05.2012
Dem wilden, stets von zu wenig Geld und zu vielen Drinks und Affären geprägten Leben des Ehepaars Zelda und F. Scott Fitzgerald wird diese Biografie nicht gerecht, urteilt Rezensent Thorsten Gräbe. Der literarischen Leistung der beiden aber auch nicht, findet er. Und das geschieht, wenn man Literatur und Leben miteinander verwechselt und literarische Texte als Selbstauskünfte versteht, so wie es Michaela Karl hier mache. Dabei hält Gräbe die Zeit für eine solche Doppelbiografie eigentlich für goldrichtig, die Fitzgeralds sind gefragt. Nur hätte Karl sich laut Rezensent entscheiden müssen - zwischen Anekdoten und Selbstauskünften. Ach ja, und um die sprachlichen Nachlässigkeiten im Text hätte sich auch jemand kümmern sollen, meint er.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.04.2012
Michaela Karls Doppel-Biografie über das Ehepaar Zelda und F. Scott Fitzgerald hat Rezensentin Eva Schäfers außerordentlich gut gefallen. Mit größtem Vergnügen liest sie hier von den zahlreichen rauschhaften Exzessen des glamourösen Schriftstellerpaares, das die Selbstinszenierung liebte. So ließen sie sich etwa auf dem Dach eines Taxis durch Hollywood chauffieren oder baten auf allen Vieren bellend um Einlass auf einem Kostümfest von Metro-Goldwyn-Mayer, berichtet die Kritikerin. Ebenso lakonisch nüchtern wie diese bizarren Vorfällen schildere Karl auch das tragische Ende der wahnsinnigen Liebesgeschichte der Fitzgeralds, das mit den ersten schriftstellerischen Erfolgen Zeldas und dem Neid ihres Mannes einsetzte und sie schließlich in eine Nervenklinik führte, in der sie 1948 verbrannte.
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