F. Scott Fitzgerald, Ernest Hemingway

Wir sind verdammt lausige Akrobaten

Eine Freundschaft in Briefen
Cover: Wir sind verdammt lausige Akrobaten
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2013
ISBN 9783455404661
Gebunden, 158 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Herausgegeben und übersetzt von Benjamin Lebert. Als sich Hemingway und Fitzgerald in Paris kennenlernen, ist Fitzgerald bereits ein gefeierter Autor und eine Ikone des Jazz Age. Hemingway schlägt sich dagegen noch als Korrespondent durch. Von Anfang an sind beide nicht nur Freunde, sondern auch Rivalen. In ihren Briefen, die Benjamin Lebert in dieser Auswahl einander gegenüberstellt, tauschen sie sich über Klatsch ebenso wie über drängende existenzielle Fragen aus, schreiben über Boxen und kritisieren die Texte des jeweils anderen. Ihre Briefe zeugen von gegenseitiger Faszination und geben Einblick in die außergewöhnliche Freundschaft zweier außergewöhnlicher Schriftsteller. Fitzgeralds Briefe macht Lebert mit seiner Übersetzung erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2013

Vielleicht hat das Duo aus F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway in den USA inzwischen den Grad an Bekanntheit und Mystifizierung erreicht, die hierzulande Goethe und Schiller genießen, erwägt Paul Ingendaay. Dort spuckt der Kulturbetrieb seit Jahren ein Buch nach dem anderen aus, das sich mit ihrer Freundschaft oder Konkurrenz befasst, während sie in Deutschland wohl hauptsächlich als individuelle Autoren bekannt sind, vermutet der Rezensent. Endlich ist unter dem Titel "Wir sind verdammt lausige Akrobaten" nun der Briefwechsel der beiden auf Deutsch erschienen, freut sich Ingendaay. Dieser kleine Band fördert vor allem die Unterschiede zutage, findet der Rezensent, "Hem" schreibt locker drauflos, mit einer Mischung aus College-Humor und Wortspielereien versucht er "Fitz" zum Schreiben zu animieren, der wiederum kommt Ingendaay sehr ernst vor, der Alkoholismus und seine verkorkste Ehe haben ihn bereits gezeichnet. Ob einem der jungendliche Abenteurer oder der Melancholiker besser gefällt, sei jedem selbst überlassen, meint der Rezensent, der es dem Herausgeber Benjamin Lebert hoch anrechnet, dass dieser sich in seinem Vorwort jeder Parteinahme verweigert.
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