Mit Beiträgen von Thomas Brussig, Tobias Hülswitt, Steffen Kopetzky und anderen. Mit einem Vorwort von Jutta Limbach und Mahmoud Darwisch. Herausgegeben von Johannes Ebert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 11.06.2008
Angela Schader beurteilt den auf ein 2004 gestartetes Projekt des Goethe-Instituts und deutscher Literaturhäuser zurückgehenden Band als vielfältig und zum Staunen anregend. Ermöglicht er der Rezensentin doch, Köln einmal aus syrischer Perspektive zu betrachten. Dass ein entblößter Bauchnabel dabei schon mal ironiefrei zum Zentrum germanisch-heidnischer Rituale erhoben wird, solches Pathos schreckt Schader nicht ab, ebensowenig wie manche stilistische Umständlichkeit. Zumal es immer wieder auch zu "zauberhaften" Einsichten führt, wenn die hier versammelten arabischen Autoren das sogenannte Fremde beschreiben. Die vertretenen deutschen Autoren hält Schader für selbstbewusster und entdeckt neben leicht selbstverliebter Prosa (Jose F. A. Oliver in Kairo) kluge wie behutsame Reflexionen zum Thema Wahrnehmung (Ulla Lenze über Damaskus) in dieser Auswahl der ursprünglich täglich verfassten Aufzeichnungen.
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