Aus dem Niederländischen von Isabell Schmidtke. Fast täglich neue Gewalt: die Meldungen aus Bagdad haben traurige Vertrautheit erlangt. Vom täglichen Leben erfährt man nicht viel. Minka Nijhuis hatte Gelegenheit, bei einer Familie unterzukommen und an ihrem Alltag teilzunehmen. Mit Mut und Humor macht die kleine Familie das Beste aus dem schwierigen Leben in einem Land, dessen Zukunft im Ungewissen liegt. Ein Blick in eine weitgehend unbekannte Welt.
"Nah dran" und sehr authentisch findet Rezensentin Katajun Amirpur diesen Bericht der niederländischen Journalistin Minka Nijhius aus dem Jahr 2004 über den Irak im Krieg. Das besondere dieser Reportagen macht für die Rezensentin die Tatsache aus, dass Nijhius bei einer irakischen Familie lebte, und daher den Krieg auch aus Sicht der Betroffenen schildern könne. So konnte die beeindruckte Rezensentin anschaulich miterleben, wie Iraker selbst die US-Invasion, den Sturz Saddams oder den Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten empfanden. Besonders prägnant fand Amirpur die Schilderung der Scham, die Nijhuis irakische Gastgeber angesichts der Gefangennahme Saddam Husseins empfanden, dessen jämmerliche Erscheinung ihnen eher peinlich gewesen sei, auch, weil ihnen klar wurde, dass sie selbst mit ihm hätten fertig werden können.
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