Mit "Wimpern und Asche", einem Band mit Gedichten aus den letzten sechs Jahren, bestätigt Bonné, dass er zu den eigenständigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartslyrik zählt. Die Gedichte widmen sich der Darstellung der Schönheit wie der Zerstörung unserer Welt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018
Dem Buchtitel folgend stößt Helmut Böttiger auf Assoziationsfelder in diesem neuen Gedichtband von Mirko Bonné, die ihn ins Offene führen. Wie ein Epos, das die Gegenwart (Plastikmüll!) behandelt, erscheint Böttiger etwa ein Langgedicht im Band. Spröde und prosaisch findet er Bonnés Sprache, nüchtern und doch das Magische streifend, wie bei John Ashbery. Dass der Autor nichts Akademisches hat, wenn er sich literaturgeschichtlich verortet, scheint Böttiger zu gefallen. Eine Sinnlichkeit entdeckt er in den Texten, die sich aus der Beobachtung entfaltet, Vergänglichkeit und Umweltzerstörung miteinander koppelt.
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