Aus dem Arabischen von Georg Brunold. Warum ich dieses Buch verlege? Als Enzensberger es in der Anderen Bibliothek vorschlug, hat das Manuskript des grandiosen Übersetzers Brunold mich umgehauen. Als Choukri mich im Verlag besuchte, hat dieser kleine Mann voller Bescheidenheit und Größe mich unvergesslich beeindruckt. Die Lektüre ist ein Muss - es gibt in der Literatur nichts Vergleichbares.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.10.2020
Rezensent David Kampmann freut sich über die deutsche Neuauflage dieses Romans des marokkanischen Autors Mohamed Choukri, der bei seiner Erstveröffentlichung vor knapp vierzig Jahren in Marokko zwischenzeitlich verboten war. Auch der Kritiker muss ganz schön schlucken, wenn er hier die Geschichte eines namenloses Erzählers liest, der aufgewachsen in einer berberischen Bauernfamilie, erlebt, wie der saufende und prügelnde Vater den älteren Bruder erschlägt. Drastisch und detailreich schildert Choukri dem Rezensenten auch den weiteren, von Alkohol, Drogen und Sex geprägten Lebensweg seines Helden, der diesen schließlich ins Gefängnis bringt. Darüber hinaus liest Kampmann hier viel über marokkanische Kolonialgeschichte. Keine Hoffnung, dafür umso mehr Zynismus - eine klare Leseempfehlung des Rezensenten.
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