Aus dem Englischen von Franchita Mirella Cattani. Philip Grönings Dokumentarfilm "Die große Stille" brachte erstmals Bilder vom Leben der Kartäusermönche auf die große Leinwand. Viele Zuschauer zeigten sich bewegt von der einzigartigen meditativen Stille, die der Film ausstrahlt. Dieses Buch wirft nun einen Blick in das Innenleben dieser verschlossenen, für Außenstehende so schwer verständlichen Gemeinschaft. Nancy Klein Maguire, verheiratet mit einem ehemaligen Mönch, verfolgt den Lebensweg von fünf Novizen, die ins Kartäuserkloster Parkminster eintreten, um innerhalb ihrer fünfjährigen "Lehrzeit" herauszufinden, ob sie das feierliche Gelübde ablegen und den Rest ihres Lebens im strengsten Orden des Abendlands verbringen wollen. Für ihr Buch wertete sie zahlreiche Gespräche, persönliche Korrespondenz und intime Einblicke in das Klosterleben aus. Entstanden ist ein einzigartiges Porträt einer Welt, die seit fast tausend Jahren unverändert nach denselben Regeln und Abläufen funktioniert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2007
Bemerkenswert scheint Rezensent Gustav Falke dieses Buch über das Leben der Kartäuser, das Nancy Klein Maguire vorgelegt hat. Im Mittelpunkt sieht er die Lebensläufe von fünf Novizen, die mit dem Mönchsalltag zurechtkommen müssen. Historisches und Theologisches interessiere die Autorin dagegen weniger. Er hebt hervor, dass die Autorin in der englischen Kartause Parkminster zahlreiche Gespräche mit deren Prior führen und ein Netz von Bekanntschaften mit ehemaligen Kartäusern knüpfen konnte, was für ihn die "einzigartige Informationsdichte" des Buchs erklärt. Er attestiert Maguire, die Lebenswelt der in Stille und Einsamkeit lebenden Kartäuser eindringlich vor Augen zu führen. Ihre Studie ist seines Erachtens grundsätzlich von Sympathie getragen, wird gelegentlich aber auch kritisch, zum Beispiel im Blick auf die Überforderung der Novizen. Mehrere Geschichten führten etwa in den seelischen Zusammenbruch oder in die Flucht aus der Kartause. Falke hat zudem den Eindruck, der Autorin gehe es mehr um tätige Liebe und Gemeinschaft. Das ist für ihn allerdings kein Argument gegen einen Orden, der ganz auf Kontemplation ausgerichtet sei.
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