Angelockt durch eine ungewöhnliche Stellenanzeige kommt Prudencia Prim, eine unabhängige, gebildete, moderne und mit zahlreichen Titeln versehene junge Frau in San Ireneo de Arnois an, um dort "einem höflichen Mann und seinen Büchern als Bibliothekarin zu Seite zu stehen". Zwar hat Prudencia Prim, die Bücher liebt und selbst auf der Flucht ist vor dem Getöse der Welt, das gute Gefühl, dass dies der Tag ist, auf den sie ihr Leben lang gewartet hat. Doch wie nachhaltig sich ihr Leben verändern wird, weiß sie nicht. Denn in San Ireneo ist nichts, wie es scheint.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.09.2013
Geschlechterpolitisch provokanter Kitsch - geht so was? Geht, meint Sandra Richter, die das Buch E.-L.-James-LeserInnen ans schmachtende Herz legt. Doch Vorsicht, warnt Richter zugleich: SM gibt es hier nur in der Theorie, als Coming-out einer Frau mit Vorliebe für dominante Männer gewissermaßen. Dass Natalia Sanmartin Fenollera dafür ein paar Schritte zurückgeht und ihre Dystopie einer entschleunigten, sozial durchkontrollierten, männerdominierten Kolonie thematisch und auch stilistisch (bei Austen und Co.) hart am Kitsch anlegt, ist möglicherweise nicht jedermanns Schuh, gibt die Rezensentin zu bedenken.
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