Niccolo Ammaniti

Anna

Roman
Cover: Anna
Eisele Verlag, München 2018
ISBN 9783961610099
Gebunden, 336 Seiten, 20,00 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen von Luis Ruby. Vier Jahre ist es her, dass der Virus kam und alle Erwachsenen tötete. Mittlerweile gibt es keine Elektrizität mehr, die Wasser- und Lebensmittelvorräte gehen zu Ende. Brände haben gewütet und von einem einst blühenden Sizilien eine gespenstische Wüstenlandschaft hinterlassen. In dieser Welt lebt die dreizehnjährige Anna mit ihrem kleinen Bruder in einem Haus im Wald und versucht mit allen Mitteln, ihn vor den Gefahren des Lebens draußen zu bewahren. Doch Anna weiß: Früher oder später muss sie mit ihrem Bruder ihre alte Welt verlassen, um woanders eine neue zu finden.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 09.10.2018

Thomas Steinfeld entdeckt in diesem Roman etwas, das ihn berührt, auch wenn er nicht unbedingt ein Freund des ausführlichen Erzählens ist, wie es der italienische Schriftsteller Niccolò Ammaniti in seinem Roman zelebriert. Ammaniti erzählt von einer Welt, in der alle Erwachsene durch einen Virus ums Leben gekommen sind und nur die Kinder überlebt haben. Dem Einfall attestiert Steinfeld eine gewisse Perfidie, denn dadurch verlören die Kinder nicht nur ihre Unschuld, sondern zeigten auch, dass die Menschheit in ihnen zugrunde geht. Klar, das hat Steinfeld auch schon ähnlich bei William Golding oder Cormac McCarthy gelesen, aber wie Ammaniti seinen Figuren die Zukunft nimmt und somit zu einem Nomadentum verdammt, das seine eigene Not nicht begreife, das hat Steinfeld beeindruckt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.08.2018

Rezensent Tilman Spreckelsen sieht den im italienischen Original 2015 erschienenen Roman von Niccolo Ammaniti über das Überleben zweier Geschwister nach der Apokalypse in der Tradition von Jules Vernes und Goldings "Herr der Fliegen". Das Überleben, der Einfallsreichtum der Kinder sowie das neue Aushandeln von Regeln des Zusammenlebens stehen laut Rezensent im Zentrum des Geschehens, das der Autor, so Spreckelsen, "spannend" und "visuell" erzählt. Eine Verfilmung des Stoffes kann sich Speckelsen gut vorstellen.
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