Aus dem Englischen von Ernst Leitner. Nick Tosches zeichnet das Porträt eines der gefährlichsten Boxer der Geschichte: Der Weltmeister im Schwergewicht, Sonny Liston, dessen Leben von sportlichen Hochleistungen genauso geprägt war wie von kriminellen Machenschaften.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2001
Die "Legende" des Boxers Sonny Liston ist nach Meinung des Rezensenten Werner Van Bebber zwar gut recherchiert, verliert sich aber zeitweise im Dschungel unstrukturierten Quellenmaterials. Dem Verfasser dieser "gloriosen Boxergeschichte", so der Rezensent, kommt "passagenweise (...) der Überblick über seine Quellen" abhanden, sodass teilweise widersprüchliche Aussagen zur Vita Listons unkommentiert nebeneinander stehen können. Zudem bedauert Van Bebber, keine näheren Auskünfte über die Boxtechnik Listons zu erhalten. Seiner Meinung ist das sehr schade bei einer Biografie, die es doch so "gut gemeint hat mit diesem großen Verlierer".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000
Rezensent Michael Althen ist zwar nicht rundum glücklich mit dieser Biografie der Boxlegende Sonny Liston, aber eine interessante Geschichte erzähle Nick Tosches in jedem Fall. Bemängelt wird, dass Tosches "ein bisschen zu genau weiß, wie er seine Mittel einzusetzen hat" und dass manche Recherche nicht so ausführlich ausgebreitet werden müsste. Konsequent, so Althen, ist Tosches darin, dass er die Heldengeschichte des Boxweltmeisters weitgehend weglässt und ein Bild der 50er und 60er in Amerika zeichnet, das belegt, dass man "damals schon genauso versaut und korrupt wie heute" war. Der Autor verstehe es, glaubhaft zu machen, dass die Niederlagen gegen Muhammad Ali Schiebungen waren. Keineswegs freilich leugnet Tosches dabei, dass Liston selbst, ohne viel dafür zu können, die Verkörperung des Bösen war, jemand, der "den Unterschied zwischen Gut und Böse gar nicht kannte". Alles in allem, befindet der Rezensent, "eine verdammt traurige Geschichte."
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