Nicola Karlsson

Tessa

Cover: Tessa
Graf Verlag, München 2013
ISBN 9783862200467
Gebunden, 304 Seiten, 18,00 EUR

Klappentext

Berlin, Sommer, Gegenwart. Tessa ist schön und begehrenswert und könnte eigentlich glücklich sein. Aber ihre manische Sehnsucht nach Liebe, Zuwendung, Bestätigung hält sie davon ab. Wenn ihr Freund Nick nur endlich ihre Bedürftigkeit erkennen würde, anstatt sich immer mehr zurückzuziehen. Warum tut er das eigentlich? Gut, dass ein Glas Wodka so eine angenehm kühlende, betäubende Wirkung hat. Vor allem in Kombination mit den Beruhigungstabletten, die die Ärztin ihr verschrieben hat. Tessa weiß, dass sie aufhören sollte, und meint, dass sie jederzeit aufhören könnte. Aber da befindet sie sich längst in einer Abwärtsspirale, in einem desaströsen Strudel. Erst wenige Meter über dem Abgrund erkennt sie, dass sie ehrlich zu sich selbst sein muss, um sich zu retten. Dies ist ein Buch, das polarisieren wird. Es wird Menschen geben, die sich selbst darin wiederfinden können.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.11.2013

Andrea Hannah Hünniger muss nach der Lektüre von Nicola Karlssons Debütroman "Tessa" erstmal schlucken, das Buch ist ziemlich harter Tobak, warnt die Rezensentin, der die Erbarmungslosigkeit, mit der die Autorin ihr Thema behandelt allerdings angemessen erscheint. Tessa sieht gut aus und lebt in Berlin, ab und zu jobbt sie in der Modebranche, den Rest der Zeit verbringt sie vor allem mit einem: dem Trinken, oder eigentlich: dem Saufen, fasst Hünniger zusammen. Entweder ist Tessa betrunken oder verkatert, jeder Anlass ist ihr recht, um sich abzuschießen. Spannend ist dieses Thema, weil Karlsson die üblichen Klischees des Alkoholismus - den miefenden Arbeitslosen und die gelangweilte Aristokratin - umgeht und die erschreckende Normalität und Akzeptanz darstellt, mit der Tessa begegnet wird, erklärt die Rezensentin, Konsum und Rausch sind erwünscht, sie ermöglichen die Flucht aus der eigenen Realität und vor der Konfrontation der Verhältnisse.

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