Aus dem Italienischen von Sylvia Höfer. Eine alte Kirche in Reykjavik, ein weltberühmter Dirigent, der sein letztes Konzert vor 52 zufällig ausgewählten Isländern gibt, und ein junger Mann, der alles bis hin zu seinem Leben einsetzt, um bei diesem letzten Konzert dabei sein zu können. "Hotel Borg" erzählt von Menschen, die gegen alle Vernunft nach dem vollkommenen Augenblick streben. Sie nehmen sich das Recht, das Absolute anzustreben, ihr Leben in den eigenen Händen spüren zu wollen. Sie fordern die Freiheit, entscheiden zu können. Und sie erfahren das grenzenlose Glück, das in dieser bedingungslosen Freiheit liegt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2008
In Volker Breidecker klingt dieser leise, im Ton melancholische und märchenhafte Roman von Nicola Lecca noch lange nach. Ein gefeierter Komponist beschließt, seine Karriere abzubrechen und ein letztes Konzert in einer kleinen Konzerthalle in Reykjavik zu geben, dessen Publikum aus 50 per Los bestimmten Zuhörern bestehen soll; ein von Einsamkeit und Verzweiflung geschüttelter Göteborger beschließt, komme was wolle, diesem Konzert beizuwohnen, fasst der Rezensent zusammen. Bezaubert ist Breidecker von der leichthändig gezeichneten Atmosphäre des Buches und ihm gefällt, dass der italienische Autor in seiner Geschichte, in der die Schicksale von vielen Figuren zusammenlaufen, seinen Lesern Raum für eigene Vorstellungen lässt. Auch wenn der zweite Teil des Romans nicht immer ganz schlüssig sei, werde ihm dieses Buch noch lange im Gedächtnis bleiben, schwärmt Breidecker.
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