Frank Wedekinds männerverzehrende Lulu findet sich im Atelier eines Suprematisten wieder. Im Ringen zwischen Körperlichkeit und Abstraktion werden sie von Lulus Mann in flagranti erwischt. Dieser erleidet einen Herzanfall. Im weiteren Verlauf wird Lulu noch zwei Männer unter die Erde bringen, bis sie schließlich Jack the Ripper in die Arme läuft … Frank Wedekinds Tragödien "Erdgeist" und "Die Büchse der Pandora" entschlackt Nicolas Mahler in seiner neuen Graphic Novel zu einer schwarzen Komödie über weibliche Körperlichkeit, männliches Besitzdenken und Kasimir Malewitschs Schwarzes Quadrat.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 23.01.2015
Nicolas Mahler macht in seinem Comic "Lulu und das schwarze Quadrat" weder Wedekinds Bühnenfigur Lulu noch Malewitschs abstraktes schwarzes Quadrat lächerlich, berichtet Judith von Sternburg, er frisiert sie ein wenig, das Quadrat abstrakt, Lulu konkret und wortwörtlich, erklärt die Rezensentin. Die Handlung wird in immergleich-quadratischen Panels mit minimalistischen Dialogen entwickelt, aber Sätze wie "Rührt sie denn dieser Moment gar nicht?" entwickeln in der Isolation einen klangvollen Nachhall, freut sich von Sternburg.
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