Aus dem Niederländischen von Gerd Busse und Ulrich Faure. Der Verhaltensforscher Niko Tinbergen verbrachte 1932/33 vierzehn Monate bei den grönländischen Inuit, die damals noch als Jäger und Sammler lebten. Sein faszinierender Bericht, der 2017 wiederentdeckt wurde, fesselt bis heute durch die genaue Beobachtung von Menschen und Tieren in einer lebensfeindlichen Umgebung und ist zugleich ein Lehrstück über die Beschränktheit des modernen Europäers.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 02.08.2019
Rezensent Günther Wessel freut sich, dass diese Aufzeichnungen des niederländischen Ethnologen Nikolaas Tinbergen 75 Jahre nach ihrem Erscheinen nun auch auf Deutsch vorliegen. Fasziniert folgt der Kritiker Tinbergen und seiner Frau Anfang der dreißiger Jahre nach Grönland, wo das Ehepaar bei einer Inuit-Familie lebt und deren alltägliches Leben begleitet. Robben- und Eisbärjagd kann ihm der Autor detailreich und stimmungsvoll veranschaulichen, ebenso erfährt er bereits in diesem Bericht, dass die Kultur der Inuit durch Güter wie Tabak, Alkohol oder importierte Textilien bedroht ist. Eine eindringliche Reportage einer fast untergegangen Kultur - und ein Plädoyer dafür, sich fremden Kulturen "neugierig, respektvoll und vorurteilsfrei" zu nähern, schließt Wessel.
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