Nikolai Ryschkow, sowjetischer Ministerpräsident unter Gorbatschow, hat den Untergang der UdSSR aus nächster Nähe miterlebt. Aus dieser Perspektive berichtet er mit Insiderwissen über die Intrigen und Entscheidungen, die eine Weltmacht zu Fall brachten, Gorbatschows Schwächen und Jelzins Umtriebe noch vor dessen Präsidentschaft, die 1998 Richtung Staatsbankrott führte. In scharfen Analysen untersucht er Strukturen und Ziele im inneren Zirkel der Macht, die unverzichtbare Einblicke in die politischen Linien geben, die Russland bis heute prägen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2014
Was den Verlag umgetrieben hat, dieses Buch zu übersetzen, ist Horst Bacia ein Rätsel. Für den Rezensenten handelt es sich um nichts anderes als ein Pamphlet, eine Dolchstoßlegende, die den Sozialismus glorifiziert und Schuldige für dessen Scheitern sucht. Dabei ahnt der Rezensent, dass der Autor, der frühere sowjetische Ministerpräsident Nikolai Ryschkow, durchaus interessantes Wissen zu teilen hätte, zum Beispiel über innerstaatliche Machtkämpfe und die wahren Bedingungen des Untergangs der Sowjetunion. Nichts davon im Buch. Stattdessen die üblichen Verschwörungstheorien und propagandistisches Vokabular, meint Bacia verärgert.
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