Aus dem Italischen von Andreas Rosteck. Drei Erzählungen vom Alltag in einer süditalienischen Metropole: kleine Leute, kleine Begebenheiten, kleine Geschichten. Weil die aber von dem ausgezeichneten Beobachter und Erzähler Nino Vetri kommen, sind sie voller Absurdität und Freundlichkeit und Härte, und man weiß bald: Wir sind in Palermo. Und weil es um den Alltag in Palermo geht, geht es auch um die Mafia - die Mafia, die daher kommt als der freundliche Nachbar … mit tödlichen Folgen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 12.08.2015
Sabine Vogel möchte am liebsten mit einem Glas Wein in der Hand immer weiter zuhören, wenn Nino Vetri von Ganoven, Deppen und seltsamen Schraten am Stadtrand von Palermo erzählt. Stadtrand? Das Paradies, versichert der Autor der Rezensentin, und fast glaubt sie es auch. Derart unprätentiös berichtet der kindliche Erzähler von Rittern im Müll und im Gestrüpp, von harmlosen Irren und Mini-Mafiosis mit dicken Holzkreuzen auf der Brust. Und wenn's nicht das Paradies ist, so ist es das Leben, denkt Vogel.
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