Aus dem Englischen von Susann Urban. Als Bella vom gewaltsamen Tod ihres Bruders Aar bei einem terroristischen Anschlag in Mogadischu erfährt, bricht die erfolgsverwöhnte Modefotografin umgehend auf, um sich der halbwüchsigen Kinder des Bruders anzunehmen. In Nairobi, wo Aar mit den Kindern lebte, übernimmt sie tatkräftig die Verantwortung, denn Valerie, die Mutter der Kinder, hat die Familie bereits vor Jahren verlassen, um mit einer anderen Frau ein neues Leben zu beginnen. Jetzt aber erhebt sie ihre eigenen Ansprüche, und zwischen den Frauen entspinnt sich ein gnadenloser Machtkampf …
In seinem Roman erzählt Nuruddin Farah das Schicksal einer Familie in Zeiten des politischen und gesellschaftlichen Umbruchs.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.07.2016
Rezensentin Nicole Henneberg zeigt sich schwer beeindruckt von Nuruddin Farahs Roman über die Schwierigkeiten eines selbstbestimmten Lebens in Afrika, genauer Nairobi. Die Geschichte seiner alleinerziehenden Hauptfigur Bella erzählt ihr der Autor zwar mitunter allzu prototypisch, doch spannend und subtil genug, wenn es um das Dilemma zwischen sexueller Freiheit und sozialer Verantwortung geht, meint sie. Laut Henneberg schlägt der Autor im Ton existenzialistische Saiten an, erzählt im Präsens und in einer klaren Sprache, genau und faktenreich, kühl und kunstvoll zugleich.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…