Oliver Scherz, Peter Schössow

Keiner hält Don Carlo auf

(ab 8 Jahre)
Cover: Keiner hält Don Carlo auf
Thienemann Verlag, Stuttgart 2015
ISBN 9783522183956
Gebunden, 112 Seiten, 9,99 EUR

Klappentext

Fünf Monate, zwei Wochen und sechs Tage. So lange wartet Carlo schon auf seinen italienischen Papa. Aber der kommt einfach nicht. Also macht Carlo sich auf den Weg zu ihm. Ganz allein, im Nachtzug, im Taxi und mit der Fähre. Ohne Fahrkarte oder festen Plan. Dabei trifft er außergewöhnliche Menschen und kämpft sich durch die italienische Pampa. Bis er endlich vor der Tür seines Vaters steht.

Rezensionsnotiz zu Die Welt, 05.12.2015

Matthias Heine möchte das Buch von Oliver Scherz nicht nur Kindern aus kaputten Familien schenken. Die Geschichte des elfjähirgen Carlo, der sich allein von Bochum auf die weite Reise zu seinem Vater nach Palermo macht, beglückt ihn zwar mit allerhand Italien-Klischees von der Großfamilie und Taxi fahrenden Gaunern, für Heine geht das aber in Ordnung (wer will schon die reine, vernünftige Wahrheit lesen?) . Ansonsten erinnert ihn das Buch an "Emil und die Detektive", auch wenn Carlo mit iPhone unterwegs ist. Die Illustrationen im Band erscheinen Heine nüchtern im Vergleich zur haarsträubenden Story.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2015

Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel ist ganz verliebt in die Kinderbücher von Oliver Scherz. Entsprechend begeistert liest sie nun den neuen pointenreichen Roman "Keiner hält Don Carlo auf", der von dem kleinen dicken Carlo erzählt, der mit seiner Mutter in Bochum lebt und sich als blinder Passagier auf den Weg zu seinem Vater nach Palermo macht. Vergnügt erlebt die Kritikerin nicht nur die vielen herrlichen, typisch italienischen Abenteuer des kleinen Jungen, sondern bewundert auch die Illustrationen von Peter Schössow.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.10.2015

Felicitas von Lovenberg ist hingerissen von dem elfjährigen Westentaschenmafioso Carlo aus Bochum, den Oliver Scherz, unterstützt durch die Zeichnungen von Peter Schössow auf Vatersuche nach Palermo schickt, selbstredend allein. Für Lovenberg ein Abenteuer der besonderen Art, weil Carlo es locker mit Huck Finn aufnehmen kann, wie sie schreibt, derart eloquent und eingeschworen quasselt der Kleine daher, derart rasant geht die Handlung voran und derart cool kommen die Pointen rüber. Als Bildungsroman und als Sittengemälde voller Action und Tempo überzeugt das Buch sie gleichermaßen.
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