Darf man es bereuen, Mutter zu sein? Ein Tabubruch "Regretting Motherhood" thematisiert, was bisher kaum ausgesprochen wird: Dass viele Frauen in der Mutterschaft nicht die "vorgeschriebene" Erfüllung finden. Dass sie ihre Kinder lieben und trotzdem nicht Mutter sein wollen. Ih ihrem bahnbrechenden Buch analysiert die engagierte Soziologin Orna Donath die Dimension des Tabus und lässt Mütter selbst von ihren Erfahrungen berichten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.03.2016
Den beiden Neuerscheinungen zur hochgeschriebenen Debatte #regrettingmotherhood kann Rezensentin Martina Lenzen-Schulte nichts abgewinnen. Schon die Tiefeninterviews, die die israelische Soziologin Orna Donath mit 23 Frauen in ihrem gleichnamigen Buch führt, erscheinen der Kritikerin nicht nur ziemlich ermüdend, sondern auch wenig repräsentativ und aktuell. Darüber hinaus moniert die Rezensentin, dass die Autorin die Reue über Mutterschaft mit der Diskussion über Vereinbarkeit von Familie und Beruf vermischt und in ihrer Studie von wenig helfenden Väter bis hin zum Ideal der Supermutter alles anführt, dass irgendwie zum Thema passen könnte. Und so bleibt die Kritikerin nach der Lektüre ohne nennenswerte Erkenntnisse zurück.
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