Aus dem Gälischen von Gabriele Haefs. Eine Schilderung des Lebens der untersten Schichten um die Jahrhundertwende, der Tricks, Hoffnungen und Illusionen derer, die keine Chancen haben. Der erste moderne Roman der irischen Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.08.2001
Eine Rarität kann H.G. Pflaum verkünden: einen irischen Großstadt-Roman aus dem Jahr 1910, der direkt aus dem Gaelischen ins Deutsche übersetzt wurde. ó Conaire sei selbst in Irland heute ein vergessener Autor - weiß Pflaum über den Autor zu berichten -, der seinerzeit den Beweis angetreten ist, dass man auch mit einer der mündlichen Tradition verpflichteten Sprache auf die Änderungen der Zeit reagieren kann. ó Conaires Held sei ein Vorläufer von Franz Biberkopf, schreibt Pflaum, den es als Gastarbeiter in den Großstadtdschungel von London verschlägt. Nicht, was einen Menschen aus der Bahn werfen könne, sei für den Autor von Interesse, charakterisiert der Rezensent ó Conaires Anliegen, sondern vielmehr, wie er mit seinem Missgeschick umgehe. Eine gebrochene, gescheiterte Figur, die wenig sympathisch erscheint. So lobenswert die verlegerische Tat, um so bedauerlicher findet es Pflaum, dass beim Lektorat geschlampt wurde und beispielsweise widersprüchliche Angaben über den Autor gemacht werden.
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