Herausgegeben von Benjamin Conrad, Hans-Christian Maner und Jan Kusber. Die Beschäftigung mit nationalen Minderheiten und ihren politischen Vertretern ist aktueller denn je. So hat gerade im deutschsprachigen Raum die Wahl des Siebenbürger Sachsen Klaus Johannis zum Präsidenten Rumäniens am 16. November 2014 ein enormes Echo in den Medien ausgelöst. Der Vorgang zeigt, dass im 21. Jahrhundert Nationalität bei der Auswahl politischen Führungspersonals kein ausschlaggebendes Kriterium mehr sein muss. Ganz anders in der Zwischenkriegszeit: In der durch den Ersten Weltkrieg zugespitzten Lage waren Minderheitenvertreter in der Exekutive bestenfalls als Minister und in der Legislative bestenfalls in niederen Positionen im Parlamentsvorstand vorstellbar - und auch dies nur in manchen Ländern und nicht zu allen Zeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.01.2016
Hans-Christof Kraus betont die Aktualität dieses Bandes mit Beiträgen zu Parlamentariern deutscher Minderheiten in den Volksvertretungen Dänemarks, Ungarns, der baltischen Staaten u. a. zwischen 1925 und 1930. Minderheitenschutz, meint er, ist auch nach 1990 ein Thema. Den Band findet Kraus informativ, zeigt er ihm doch, wie rege das parlamentarische Leben in den damals neu entstandenen Staaten war, welchen Anteil deutschsprachige Parlamentarier daran hatten, über welche Netzwerke und Posten sie verfügten und welchen Einschränkungen sie ausgesetzt waren.
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