Mit 14 Abbildungen. Die Volksrepublik China ist kein so homogener Einheitsstaat wie es der Öffentlichkeit bisweilen erscheinen mag. 56 offiziell anerkannte nationale Minderheiten machen zwar nur acht Prozent der Bevölkerung aus, doch sie bewohnen mehr als die Hälfte des Staatsgebietes - und sie stellen etwa 100 Millionen Menschen. Wie geht China mit diesen Minderheiten um? Welche Traditionen werden gepflegt und wie sieht die politische Teilhabe in China aus? Es zeigt sich, das die Politik der chinesischen Zentralgewalt höchst unterschiedlich ausfällt: sie reicht von "positiver Diskriminierung", d.h. Außerkraftsetzen z.B. des Gebots der Ein-Kind-Familie, bis hin zu militärischer Unterdrückung, z.B. gegenüber Tibetern und Uiguren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2009
Instruktiv findet Rezensent Peter Sturm dieses Buch über ethnische Minderheiten im Vielvölkerstaat China, das er im Rahmen seiner Sammelrezension von Büchern, die anlässlich des 60. Jahrestages des Landes erschienen sind, bespricht. Das Thema von von Klemens Ludwigs Buch scheint ihm potentiell heikel für die misstrauische Regierung in Peking, besonders wenn es um die Tibeter und die Uiguren geht. Sturm weist darauf hin, dass deren Autonomiebestrebungen im Selbstverständnis der Herrschenden im besten Fall als "Ausfluss großer Undankbarkeit" gilt, betrachten sie die Herrschaft Chinas doch gleichsam als naturgegeben. Der Autor arbeitet für ihn deutlich heraus, dass die geografischen Grenzen dieser Herrschaftsauffassung fließend sind, was den Nachbarn natürlich nicht gefällt. Das Buch eignet sich nach Ansicht des Rezensenten gut als "Nachschlagewerk". Allerdings hätte er sich eine bessere Verarbeitung im Blick auf Umschlag und Heftung gewünscht.
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