Sinti und Roma leben seit dem Mittelalter in Europa, doch bis heute sind sie eine benachteiligte Minderheit, die allerorten auf Vorurteile von einem lustigen, aber auch andersartigen "Zigeunerleben" stößt und ihre eigene Sprache zu verlieren droht. Karola Fings erzählt knapp und anschaulich die Geschichte der Sinti und Roma. Sie erklärt, warum der nationalsozialistische Völkermord so lange verharmlost wurde und welche Perspektiven sich Sinti und Roma heute bieten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.06.2017
Wolfgang Benz hält Karola Fings' knappe wie "inhaltsschwere" und wissenschaftlich fundierte Darstellung für geeignet, die Indolenz und Unkenntnis gegenüber den Sinti und Roma zu überwinden. Für Benz liegt das an der guten Lesbarkeit des Textes, und dem Anliegen der Autorin, Ressentiments, Mythen und falscher Einfühlung mit Präzision und Fakten, etwa zur Sprache und Kultur, Herkunft und Vielfalt der Volksgruppe, zu begegnen. So erfährt Benz etwas über die Geschichte der Sinti und Roma seit dem Mittelalter und darüber, wie wenig die gängigen Zerrbilder mit der Wirklichkeit zu tun haben.
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