Aus dem Englischen von Alexandra Ernst. Die dreizehnjährige Lakshmi aus Nepal merkt schnell, dass man sie belogen hat. Niemals wird sie als Dienstmädchen für eine reiche Frau in der Stadt arbeiten. An eine Mädchenhändlerin hat ihr Stiefvater sie verkauft, und ein heruntergekommenes Bordell in Kalkutta ist ihr neues Zuhause. Lakshmi wird geschlagen und unter Drogen gesetzt bis sie sich fügt. Und ganz gleich, wie viele Männer sie Tag für Tag mit auf ihr Zimmer nimmt, nie wird sie genug Geld zusammenbekommen, um sich freizukaufen.
Begeistert aber auch erschüttert bespricht Rezensentin Sabine Rückert dieses Jugendbuch, von dem sie erst einmal beteuern muss, dass es für Jugendliche auch geeignet ist. Denn was dort passiert ist ihren Informationen zufolge harter Tobak und schildert die Tragödie der Entwicklungsländer und besonders ihrer Frauen in der Geschichte der Heldin Lakshmi, die mit 13 Jahren in ein Bordell verkauft wird und mit 14 eine alte Frau ist. Die Leidensgeschichte des Mädchens erinnert die Rezensentin mitunter an Berichte aus Kzs oder Foltercamps, obwohl sie in einem fast naivem, kindlichen Ton erzählt ist. Die Autorin habe für ihren Roman lange in Kalkutta recherchiert und ihn dicht an der Realität entlang geschrieben, berichtet die Rezensentin auch, die bei allem Schrecken tiefen Respekt vor der rein gebliebenen Seele dieser ungewöhnlichen Jugendbuchheldin hat.
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