In den USA erstellen Fallanalytiker "psychologische Täterprofile". Profiler analysieren anhand von Zeugenaussagen, Fingerabdrücken, Kleidungsstücken, Verletzungen an der Leiche oder außergewöhnlichen Tatorten den Tathergang und das Motiv. Allerdings lassen sich die nordamerikanischen Erkenntnisse nicht ohne weiteres auf Deutschland übertragen. Stephan Harbort erörtert aufgrund umfangreicher Materialstudien Fälle, die bereits gelöst wurden, aber auch solche, bei denen sich der Mörder noch nicht im "Dragnet", im Schleppnetz, der Fahnder verfangen hat.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 22.03.2001
Sabine Rückert hat es zwar mächtig geschaudert bei der Lektüre dieses Werks über die Serienmörder Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg, doch lobt sie es als "hoch interessantes Buch". Der Autor, ein Kriminalbeamter aus Düsseldorf, kann "gut schreiben", gesteht die Rezensentin ihm zu, auch wenn zu merken sei, dass er kein professioneller Schriftsteller ist. Sie findet, dass das Buch deutlich macht, wie wenig wirkliche Serienmörder den zur Zeit so beliebten mordenden Filmhelden á la Hannibal Lecter ähneln, denn entgegen dem Bild von der "charmanten Intelligenzbestie", handelt es sich bei ihnen zumeist um eher minderbemittelte Menschen, die in ihrer Jugend zumeist selbst schwer misshandelt wurden. Und wenn auch Harbort mitunter ziemlich unreflektiert mit seinen Quellen umgehe, und manchmal sogar unbewusst deren "Diktion" übernehme, habe das Buch einen "eigentümlichen Charme", der von der fehlenden Distanz herrühre, die der Autor zu seinem Gegenstand hat, so die Rezensentin fasziniert.
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