Aus dem Englischen von Manfred und Gabriele Allié. Auf einer Landkarte des heutigen Griechenland sucht man Rumeli vergebens. Vor Jahrhunderten bezeichnete man damit den Norden des Landes, vom Bosporus bis zur Adria und von Makedonien bis zum Golf von Korinth. Verführt von der Fremdartigkeit und Schönheit des Namens "Rumeli" bereist Patrick Leigh Fermor diesen Landstrich. Seine Wanderungen in Griechenlands Norden führen ihn unter faszinierende Sarakatsanen, zum Kloster von Meteora und nach Messolonghi, wo er sich auf die Suche nach Byrons Schuhen begibt. Als er sie tatsächlich findet, erwartet ihn - wie so oft auf seinen Wegen - eine große Überraschung.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.06.2012
Für Thomas Medicus ist Patrick Leigh Fermors bereits 1966 im englischen Original erschienener und nun auf Deutsch vorliegender Reisebericht aus Nordgriechenland eines der "schönsten" Bücher der Saison und in seinen Augen auch noch hochaktuell. Dank des Dörlemann Verlags ist der englische Reiseschriftsteller mittlerweile kein Geheimtipp mehr, betont der Rezensent, der in den Schilderungen des Autors von seinen Wanderungen durch das nördliche Griechenland auch ein Bekenntnis zu einer "geistig-mentalen Landschaft" jenseits des Klassischen Griechenland sieht. Im Zentrum des Interesses und der Passion steht nämlich "Rhumelien", die bei Fermor zu so etwas wie einer "antimodernen Chiffre" wird, erklärt der Rezensent. Und so steht neben Fermors Ablehnung der modernen Verheerungen des alten Athen oder des Griechenlandkitsches des entstehenden Tourismus die Bewunderung für das alte Hirtenvolk der Sarakatsanen für die Zerrissenheit Griechenlands. Medicus ist hingerissen von der tiefen Empathie und der Passion, mit der sich der im vergangenen Jahr mit 96 Jahren gestorbene Autor der griechischen Landschaft und seinen Bewohnern widmet. Und dass man Griechenland auch mal wieder anders als nur als ökonomischen Problemfall betrachtet, darin liegt für den Rezensenten das aktuelle Potential dieses Buches.
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