Wie wir mit einem uralten Werkzeug moderne Herausforderungen bewältigen
Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492073714 Gebunden, 432 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Christina Hackenberg und Elsbeth Ranke. Viele von uns kämpfen mit Einsamkeit, Ängsten und Stress. Wir setzen uns unerreichbare Ziele und sind unglücklich, wenn wir sie nicht erreichen. Wir sehnen uns nach Anerkennung, suchen Likes in den sozialen Medien oder den flüchtigen Kick teurer Statussymbole. Auf der Grundlage neuester Erkenntnisse der Neurowissenschaften und Fallstudien aus seiner klinischen Praxis enthüllt Paul Goldsmith, warum das so ist: Wir versuchen, die Komplexität des modernen Lebens mit einem Gehirn zu bewältigen, das für das Überleben in einer ganz anderen, uralten Welt geschaffen wurde.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 11.02.2026
Nicht überwältigt, aber doch interessiert bespricht Rezensent Michael Lange dieses Buch des Neurologen Paul Goldsmith, der hier erklärt, wie sehr unser Verhalten evolutionsbiologisch bedingt ist. Am Beispiel der Nachahmung erklärt der Autor etwa, warum wir uns vom Gähnen anstecken lassen, mit dem Rauchen beginnen oder ganze Gruppen TikTok-Tänze nachmachen. Eine große Rolle etwa spielen die Spiegelneuronen, die schon in der Steinzeit für Mitgefühl und in Folge Gruppenzusammenhalt sorgten, liest der Rezensent. Das alles ist nicht neu, und auch wenn Goldsmith seine 14 Kapitel mit menschlichen Schicksalen einleitet, muss Lange feststellen: Ein großer Literat wie Oliver Sacks ist der Autor nicht. Aber als flüssiges zu lesendes Sachbuch mit "gut gemeinten Ratschlägen", kann Lange das Buch guten Gewissens empfehlen.
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