Mit Fotografien von Steve McCurry. Paul Theroux hat die ganze Welt bereist - Afrika, Indien, Ozeanien sind ihm vertraut. In "Tief im Süden" begibt er sich auf neues Terrain: Erstmals erkundet er sein eigenes Land und unternimmt einen Roadtrip durch die Südstaaten. Der Südosten der USA präsentiert sich ihm als eine Realität voller Härten, in der ihm zugleich ungeahnter Mut, Herzlichkeit und Gemeinschaftsgefühl begegnen. Er fühlt sich erinnert an seine Reisen durch die ärmsten Länder der Welt. Exotisch erscheint ihm diese Gegend, erstaunlich die Offenheit, mit der ihm die Menschen begegnen. Er landet in Geisterstädten, Freikirchen und auf Waffenausstellungen entlang des "Old Man", des Mississippi. Rassismus und die Folgen von jahrhundertelanger Segregation sind allgegenwärtig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.2015
Recht launig, aber ohne allzuviel Details über das Buch preiszugeben, schreibt Dietmar Dath über diese neue Reise Paul Theroux'. Hier geht's in den tiefen Süden der Vereinigten Staaten, in Städte wie Jackson, die so abgehängt sind, dass sie nicht mal mehr eine Bankfiliale haben. Die Leute müssen hart arbeiten, um arm zu bleiben, sie sprechen anders, und am technischen Fortschritt haben sie kaum teil. Dath vermerkt positiv, dass Theroux einen sehr konkreten Blick auf die Gegend wirft, und nicht auf der Suche nach einer "fremden Kultur" oder irgendeiner Authentizität ist. In den Siebzigern, so Dath, hätte man einen solchen Zugang "materialistisch" genannt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.2015
Ebenso erschüttert wie gebannt liest Rezensent Stefan Fischer, was Paul Theroux von seiner Reise in den Süden Amerikas berichtet. Der Reiseschriftsteller, der im Nordosten der USA lebt, habe sich auf seiner Tour oft fremder gefühlt als auf seinen Reisen durch Asien oder Afrika, erfährt der Kritiker, der mit Erschrecken feststellt, wie schlecht es um die Südstaaten bestellt ist. Wie Drittwelt-Staaten seien dem Autor einige Countys erschienen, in denen die Quote der Schulabbrecher hoch ist, Arbeitsplätze kaum vorhanden sind und Drogenkonsum und Waffenbesitz zum Alltag gehören, informiert der Rezensent. Zugleich bewundert Fischer die einfühlsame Art und Weise, mit der sich Theroux den Menschen und ihren Geschichten nähert.
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