Paris im Jahre 1900. In einem schäbigen Zimmer des Hotel d`Alsace sitzt Oscar Wilde am Schreibtisch und beginnt ein Tagebuch zu verfassen. Doch es ist nicht der Oscar Wilde, den die Nachwelt in Erinnerung hat, nicht der elegant gekleidete Dandy, dessen Theaterstücke auf den Bühnen Londons Furore machten. Der Dichter ist ein gebrochener Mann: Seine homoerotischen Neigungen, zu denen er sich offen bekannte, wurden ihm zum Verhängnis.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999
Nicht Biografie, aber auch nicht Roman: ein "fingiertes Tagebuch" sei dieser Band und als solches findet Uwe Schütte es auch gelungen. Er ist sogar der Ansicht, dass man in diesem Buch mehr über Oscar Wildes Persönlichkeit erfahren kann, als durch "so manche akademische Studie". Befürchtungen, dass man eher etwas über das Oscar-Wilde-Bild des Peter Ackroyd erfährt, hat der Rezensent offensichtlich keine. Seiner Ansicht nach kann man dank Ackroyds Buch gut nachempfinden, wie es ist, erpresst zu werden und sein Privatleben geheim halten zu müssen. An der Übersetzung hat Schütte jedoch einiges auszusetzen und nutzt in der Rezension auch gleich die Gelegenheit, einzelne Fehler aufzulisten und zu erläutern.
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