Aus dem Amerikanischen von Vanessa Wieser. Ein Wundertier von sieben Meter Länge kreuzt wie ein U-Boot vor der schönen friedlichen Küste von Long Island: ein weißer Hai, der die Einwohner des kleinen Touristenbadeortes Amity in Furcht und Schrecken versetzt. Man bekommt den Riesenfisch nicht zu sehen, aber sein erstes Opfer wird zum grausigen Beweis für seine Existenz. Polizeichef Martin Brody erkennt als Einziger die Gefahr, doch er muss dem Druck der ansässigen Geschäftsleute und des Bürgermeisters nachgeben und den Unglücksfall verschweigen. Der Leichtsinn bleibt nicht ohne Folgen Währenddessen verguckt sich Brodys Ehefrau in den smarten Meeresbiologen Matt Hooper, und Brody hat bald an allen Fronten zu kämpfen, zuletzt Auge um Auge mit dem Hai. Im Frühjahr 2014 feiert der Roman, dessen Verfilmung Filmgeschichte geschrieben hat, sein 40-jähriges Jubiläum.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.12.2013
Magnus Klaue staunt nicht nur über die im Anhang des Buches dokumentierte Wandlung Peter Benchleys vom Autor des nun erstmals ungekürzt auf Deutsch vorliegenden Romans, der Spielberg als Vorlage für seinen Kinoerfolg diente, zum Umweltschützer. Er erkennt auch, wie sehr sich Buch und Film letztlich voneinander unterscheiden. Hier Horrormovie, dort ein Gesellschaftsroman, der Figurenpsychologie bietet, detaillierten Realismus und manchen Spannungskiller. Klaue kann das nicht schrecken. Im Gegenteil, die Ernsthaftigkeit des Romans, das Interesse des Autors am Kleinstadtmilieu, das im Verlauf der Handlung durch den Hai erschüttert wird, und nicht zuletzt Benchleys Versuch, dem Leser mit dem Hai ein faszinierendes Geschöpf näherzubringen, machen das Buch für den Rezensenten zum unerwarteten Ereignis.
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