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Carl Weissner

Eine andere Liga

Der Tod in Paris. Roman. Stories, bei denen man auf die Knie geht und vor Freude in die Fußmatte beißt
Cover: Eine andere Liga
Milena Verlag, Wien 2013
ISBN 9783852862309
Gebunden, 380 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Matthias Penzel und Vanessa Wieser. Aus dem Amerikanischen von Walter Hartmann. "Eine andere Liga" ist ein Hommageband an Carl Weissner (1940-2012), den großen Zeitgenossen, den Unverzichtbaren. Er beinhaltet seinen einzigen Roman in englischer Sprache: "Tod in Paris", ein Episodenroman. Sein Protagonist, ein Krimi-Autor namens Gerald Lake, eigentlich Deutscher, oszilliert zwischen Schriftsteller und pathologischem Killer (der wahllos Frauen mordet, die ihm dann gern Gesellschaft leisten und Lakes gestörte Mutter ebenso wenig abkönnen wie er selbst). Weiters bietet der Band erstmals eine ausgewählte Sammlung von Weissner-Stories, die er für diverse Literaturzeitschriften verfasste. Plus einige wichtige Interviews, Briefe von Bukowski, Fotos, Collagen... all das, was Carl Weissner machte und mochte.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.09.2013

Carl Weissner ist vor allem als Übersetzer der amerikanischen Beatgeneration bekannt geworden, weiß Klaus Bittermann, doch ab und an war der Übersetzer auch selbst Autor, und seine Prosa braucht keinen Vergleich mit seinen Vorbildern und Freunden aus den USA zu scheuen, findet der Rezensent. In "Eine andere Liga" sind jetzt einige der Kurzgeschichten aus seinem Nachlass veröffentlicht worden und ein wenig bedauert Bittermann, dass Weissner sich nie an einem längeren Buch versucht hat, der Erfolg wäre ihm sicher gewesen, glaubt der Rezensent. Aber vielleicht waren diese Geschichten ja "Fingerübungen für den großen Roman" und Weissner ist einfach gestorben, bevor er ihn hat schreiben können, fabuliert Bittermann. Nur der Verlag hat Mist gebaut, findet der Rezensent, jedenfalls kann er nicht nachvollziehen, warum dieses Buch unbedingt den "Charakter und die Ästhetik einer Untergrundzeitschrift" haben musste, mit schrillen Formatierungen, verschiedenen Farben, Sprachen und einer Geschichte, für die man das Buch auf den Kopf stellen muss. Eine sorgfältig edierte Ausgabe hätte wahrscheinlich mehr Menschen angesprochen, und das hätte Weissner auf jeden Fall verdient, findet Bittermann.