Peter Esterhazy

Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors

Geschichten und Aufsätze
Cover: Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors
Residenz Verlag, Salzburg und Wien 1999
ISBN 9783701711703
gebunden, 156 Seiten, 19,43 EUR

Klappentext

Der Ort und die Literatur, das sind zwei der großen Themen Esterhazys, um die sich auch die Texte dieses Bandes zentrieren. Deutlich wird dabei, wie ernst es ihm ist mit der Sprache, seinem Land und mit der Dichtung, die seine Welt ausmacht. Er ist einer, der sich einmischt, etwas sagen will und auch zu sagen hat: zu Liebe und Verlust, zu Politik und Spiel, zu Utopie und Worten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

In einer Doppelrezension bespricht Herbert Wiesner neben diesem Band auch Péter Esterházys "Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors". Wiesner macht allerdings nicht in jedem Satz deutlich, auf welches der beiden Bücher er sich mit seinen Äusserungen bezieht.
1) "Thomas Mann mampft Kebab am Fuße des Holstentors":
Wir erfahren, dass Wiesner Esterházy per saldo für einen sehr grossen und bedeutenden Autoren hält, der "über Herkunft, Ort und Orte der Literatur" nachdenkt.
2) "Was für ein Péter!" (Residenz Verlag):
Wiesner hebt die Beiträge des Verlegers Jochen Jung und der Dichterin Ilma Rakusa hervor, die "am schönsten und sinnlichsten" über Péter Esterházys Aussehen geschrieben haben. Um dies zu unterstreichen, fügt Wiesner einige Textbeispiele an.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.1999

Friedmar Apel freut sich in seiner Rezension an der Absurdität der Schnurren und kleinen Geschichten Esterházys: "Da blitzen die Gedanken wie ein Unterrock". Allerdings glaubt er auch, dass sich Esterházy derart in "heiterer Geschwätzigkeit" ergehe, um die traurige Lage Osteuropas, zumal der Kriege im ehemaligen Jugoslawien, für sich in den Griff zu bekommen. So ganz kann Apel dem ungarischen Autor hier nicht folgen. Denn zuweilen, so der Rezensent, wirkten die hier zusammengestellten Stücke angesichts des Ernstes der Lage doch ein wenig wie "Faselei des Augenblicks".
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