Warum haben Menschen ein viermal größeres Gehirn als andere Menschenaffen? Wann entstanden Bewusstsein, Sprache und Moral? Fragen, denen Peter F. Weber bei seinen jahrelangen Recherchen, auf abenteuerlichen Reisen nach Afrika und bei Besuchen in den Labors europäischer Hirnforscher nachgegangen ist. Klug und mit Witz stellt er gängige Thesen der Anthropologie auf den Prüfstand und gelangt dabei zu verblüffenden Antworten Über den Ursprung des menschlichen Gehirns, Über die Rolle der Ernährung des Frühmenschen und vor allem Über die besondere Bedeutung, die den Großmüttern für die Entwicklung unseres wichtigsten Organs zukam.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.06.2005
Warum sind wir als Menschen den Schimpansen so weit überlegen, obwohl wir uns genetisch so geringfügig unterscheiden? Peter F. Weber hat sich in Tansania ebenso wie im Max-Planck-Institut umgetan und antwortet: Wir haben ein besser gekühltes Gehirn, wir nutzen die Imitation nicht nur zum Funktionieren, sondern auch zum Verstehen, und wir haben uns damals, als unser Gehirn wuchs und nach mehr Energie verlangte, auf das Verspeisen von nährstoffreichen und "antiseptischen" (!) Maden verlegt. Manuela Lenzen segnet die Thesen als wissenschaftlich korrekt ab und freut sich auch sonst über die humorvolle Präsentationsform des Buches, das unterhaltsam, aber zugleich "nachdenklich" daherkommt. Zwar gibt es schon viele Veröffentlichungen dieser Art - "doch dem unbelasteten Leser sei der materialreiche und unterhaltsame Band wärmstens empfohlen".
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