Mark W. Moffet

Was uns zusammenhält

Eine Naturgeschichte der Gesellschaft
Cover: Was uns zusammenhält
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2019
ISBN 9783100023858
Gebunden, 688 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Mit zahlreichen Abbildungen. Wie Menschen es schaffen zusammenzuleben - die epische Naturgeschichte von der Affenhorde bis zur Weltgemeinschaft. Wenn sich ein Schimpanse in das Gebiet einer anderen Gruppe wagt, wird er ziemlich sicher getötet. Aber ein New Yorker kann angstfrei durch Los Angeles streifen. Wie ist das möglich, wo Psychologen doch behaupten, die ideale Größe für friedliches Zusammenleben seien Gruppen von maximal 200 Personen? Wie schaffen wir Menschen es, als Weltgemeinschaft zusammenzuleben? In seinem Buch verbindet der Biologe Mark W. Moffett Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und Anthropologie zu einer großen Erklärung, was Gesellschaften zusammenhält. Dafür untersucht er das Zusammenleben von Primaten und Ameisen, aber auch von menschlichen Gesellschaften von den Jägern und Sammlern bis heute. Zentral erweist sich dabei die Frage nach der Gruppenidentität: Sie ist der Schlüssel, um zu verstehen, wie Gesellschaften entstehen, fortdauern oder am Ende sogar scheitern und untergehen.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 17.05.2019

Durchaus fasziniert folgt Rezensentin Susanne Billig dem Soziobiologen Mark W. Moffet über knapp 700 Seiten hinweg durch die Welt der Ameisen. Wie ein "Abenteuerroman" erscheint es der Kritikerin, wenn ihr der Autor von brutalen Kämpfen argentinischer Ameisenkolonien oder dem Vetrauen stiftenden Geruch, durch den sich Ameisenvölker aneinander nähern, erzählt. Zwar kann Moffet Billig auch sprachlich überzeugen, wenn er dann allerdings immer wieder vom Tier zum Menschen hüpft, dabei stets von "wir Menschen" spricht, wird es der Kritikerin zu "undifferenziert". Und Moffets verallgemeinernde These, es sei dem "Menschen evolutionär in die Wiege gelegt", eine "'andere' Hautfarbe als 'fremd'" einzustufen und somit "abzulehnen", nimmt die Rezensentin dem Autor trotz aller Beteuerungen, das Buch zeige einen Weg aus dem Rassismus, übel.

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