Das weiß doch jedes Kind: Der Fahrer wäscht den Omnibus, der Regen wäscht den Wind, die Katze wäscht das Kätzchen, die Mutter wäscht das Kind. Aber in diesem Buch ist ja alles durcheinandergeraten!? Frech, sinnfällig und klar, so dass schon die ganz Kleinen die Akteure erkennen und ins Herz schließen, illustriert Gertrud Zucker das lustige Gedicht von Peter Hacks. Es ist ein Spiel mit der Lust, die Kinder an Sprache haben, mit der guten Laune, die ihnen eine verkehrte Welt bereitet, und mit dem Wissen, dass sich die Ordnung wieder herstellen lässt - oder nicht?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.10.2010
Wie soll das denn gehen, fragt Rezensent Volker Weidermann und weiß schon, schließlich hat Peter Hacks hier seine Hand im Spiel, im Grunde geht es darum nicht. Das Gedicht von Hacks findet Weidermann schön und verrückt oder schön verrückt, die Bilder dazu in diesem wiederaufgelegten Band von 1972 schön altmodisch. Zusammen ergibt das für Weidermann eine Einladung in eine Welt in Unordnung. Da weht ein schmutziger Wind in einer schmutzigen Welt und will saubergemacht werden. Daraus wird nichts, klar, außer einem wunderbaren Kinderbuch, meint Weidermann.
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