Als im Jahr 1976 die Uraufführung des Stücks gemeinsam in Dresden und Berlin stattfand, reagierten Presse und Publikum überschwänglich. Was ist es, das bis heute die mitreißende Wirkung der Geschichte von Charlotte von Stein, die sich nach Goethes fluchtartigem Weggang aus Weimar 1786 in Tiraden enttäuschter Liebe ergeht, ausmacht?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.01.2011
Rezensent Gustav Seibt begrüßt diese kommentierte Neuausgabe von Peter Hacks Drama "Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe". Das Werk scheint ihm neben Thomas Manns Goethe-Roman "Lotte in Weimar" eines der ganz wenigen gelungenen Versuche, Goethe literarisch näher zu kommen. Ja, er würdigt Hacks Drama als ein "Meisterstück in der Kunst, den Klassiker in Fiktion zu verwandeln". Das Drama, in dem, verletzt durch Goethes Abreise nach Italien, nur Charlotte von Stein zu Wort kommt, enthüllt im Spiegel ihres Monologs seines Erachtens wesentlich mehr vom Wesen Goethes als es ein "direkter Blick leisten könnte". An vorliegender Neuausgabe schätzt Seibt nicht zuletzt den Kommentar, die Fülle von dokumentarischen Material sowie das "kluge" Nachwort.
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