Die zehnjährige Lucie empfindet ihren Vater als Zumutung. Gegen die schöne Mutter, eine Kriminalpolizistin, ist der gärtnernde Vater ein lästiger "Ausfall oder Ausrutscher". Lucie kann nur hoffen, daß die Klassenkameraden "sie nicht mit dem da dort" sehen, wenn er mit schmutzigen Händen und ausgebeulten Taschen, aus denen es heraustropft, vor der Schule steht, um seine Tochter abzuholen. Was da tropft, sind diese "Dingsbums" oder "Herrlichkeiten", derentwegen der Vater immer wieder in den Wald geht, die die Mutter hingegen abschätzig "Mulms" nennt und schon lange nicht mehr essen mag.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 14.10.1999
"Eine zarte, diskret gebrochene Liebeserklärung an die junge Tochter" hat Peter Handke mit diesem Band geschrieben, meint Rolf Michaelis. Mit überraschender Lockerheit, dabei sogar humorvoll und (selbst-)ironisch habe Handke eine Geschichte zu Papier gebracht, die den Charakter eines Märchens habe: Grenzen von Raum und Zeit lösen sich auf, kausale Abhängigkeiten sind Nebensache. Herausgekommen sei dabei "ein kleines Wunder hintersinnigen Erzählens".
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