Scheinbar überraschend ist Spiritualität seit Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem Thema der modernen Medizin und der Universitätswissenschaft geworden. Diese Entwicklung ist aber nicht erstaunlich, wenn man die zunehmend erkannte spirituelle Not vieler Schwerkranker und den enormen spirituellen Hunger berücksichtigt, der sich nach einer lang dauernden Phase rein naturwissenschaftlich geprägter Kulturentwicklung in der Bevölkerung bemerkbar macht. An der Universität Bern wurde deshalb eine interdisziplinäre Vorlesungsreihe zum Thema Spiritualität in der modernen Medizin veranstaltet, deren Beiträge hier veröffentlicht werden. Es war einerseits das Anliegen, das Thema Spiritualität in einer für die heutige Situation typischen multikulturellen Perspektive zur Geltung zu bringen. Andererseits wurde deutlich gemacht, dass Spiritualität heute nicht mehr bloß eine Angelegenheit von Glauben und weltanschaulicher oder religiöser Lehre, sondern zunehmend von persönlicher empirischer Erfahrung ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.07.2007
Kritisch steht Robert Jütte den meisten Beiträgen dieses von Peter Heusser herausgegebenen Sammelbandes gegenüber. Seine Skepsis angesichts spiritueller Heilmethoden jedenfalls ist nach der Lektüre keinen Deut kleiner geworden. Dagegen hat ihm ein Text über geistige Medizin im Christentum die Heilwunder der Evangelien näher erklären können, und was Harald Wallach zum Thema Aufmerksamkeitsmeditation schreibt, stellt sich Jütte vor dem Hintergrund der meisten übrigen Texte im Band wie ein "solider Fels" dar in einem "Meer spiritueller Fragwürdigkeiten".
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