Aus dem Amerikanischen von Dorte Huneke und Joachim Kalka. Woran kann man glauben? Darf der moderne Mensch auf Erlösung hoffen? Hat Jesus noch eine besondere Bedeutung? Es sind grundlegende Fragen an das Christentum von heute, die der amerikanische Religionssoziologe Peter L. Berger in seinem neuen Buch stellt. Er hinterfragt aus einer skeptischen Grundhaltung heraus die wesentlichen Aussagen des Apostolischen Glaubensbekenntnisses und stellt diese in einen Diskurs mit verschiedenen Strömungen innerhalb der Theologie und mit Positionen moderner Denker von Sigmund Freud bis Simone Weil. In Bergers kritischer und anregender Auseinandersetzung mit Grundfragen des Christentums schimmern stets seine ganz persönlichen Antworten durch, die zeigen, wie man als moderner Mensch und kritischer Christ in einer pluralen Gesellschaft dennoch glauben kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2007
Einen Großvater, wie er sein soll, nennt Hermut Löhr den Autor: "offen, kompetent und humorvoll". Das Buch hat ihm Spaß gemacht, wenn man so sagen kann. Die Haltung Peter L. Bergers zu seinem Thema findet Löhr mutig, weil Berger mit seinem Kommentar zum Apostolischen Glaubensbekenntnis aus dem "Schutz der eigenen Profession" heraustrete, wie er schreibt. Dass er dabei zuweilen altbacken-provokant und auch ein wenig "lebensblass" wirkt, kann Löhr verkraften, weil der Autor dafür auf "Fernsehpredigerfanatismus" verzichtet. Das Buch legt er all jenen mit "Interesse" für Religion ans Herz, die eine kritische, aber faire Auseinandersetzung mit christlicher Tradition favorisieren und Theologie und Wissenschaft zusammendenken können. Eine gewisse Blindheit den exegetischen Forschungsstand betreffend möchte Löhr lieber dem Lektorat als dem Autor selbst anlasten. So ein Respekt!
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